Mit dem Bus durch Australien reisen

Busfahren ist nach dem Reisen mit dem eigenen Fahrzeug wahrscheinlich das beliebteste Transportmittel unter Work & Travellern in Australien. Flexible Buspässe, ein hervorragend ausgebautes Streckennetz und regelmäßige, verlässliche Abfahrten machen Überlandbusse zu einer guten Wahl für Backpacker. Für Alleinreisende ist es außerdem das günstigste Transportmittel und ein guter Weg, Gleichgesinnte zu treffen.

Vorteile des Busfahrens in Australien

Es gibt viel gute Gründe beim Reisen in Down Under in den Bus zu steigen. Das sind einige:

  • Sehr gutes Streckennetz: Die großen, überregionalen Busgesellschaften steuern so ziemlich alle Ziele auf dem fünften Kontinent an.
  • Komfortables Reisen: Die australischen Busse sind in der Regel sehr bequem, besitzen Klimaanlagen sowie WCs und sind generell in einem guten Zustand. Aufgrund des geringen Verkehrs und der schnurgeraden Straßen, gleiten die Busse in Australien fast wie Züge durch die weiten Landschaften.
  • Sicherheit: Wegen der geringen Verkehrsdichte und der geraden Straßen gibt es in Australien sehr viel weniger Busunglücke als beispielsweise in Europa.
  • Nachtfahrten: Eine gute Option, vor allem bei Strecken die landschaftlich nicht besonders viel zu bieten haben. Da man oft sehr gut schlafen kann, kommt man ausgeschlafen am nächsten Ort an und spart so auch eine Übernachtung im Hostel.
  • Stressfreies Reisen: Du kannst deine ganze Aufmerksamkeit der vorbeiziehenden Landschaft widmen und musst dich nicht aufs Fahren konzentrieren. Außerdem musst du keinerlei Verantwortung für das Fahrzeug, Reparaturen, den Straßenverkehr etc. übernehmen.
  • Gleichgesinnte treffen: Da viele Work & Traveller in Down Under mit dem Bus unterwegs sind, wirst du nicht lang allein bleiben.
  • Günstig reisen: Du musst nicht viel Geld in ein Fahrzeug, anfallende Reparaturen, Instandhaltung etc. investieren. Mit den flexiblen Buspässen reist du vergleichsweise günstig durch Australien.

Nachteile des Busfahrens in Australien

Natürlich hat das Busfahren in Australien auch einige Nachteile, beispielsweise:

  • Weniger Flexibilität: Du bist an feste Abfahrtszeiten und die Verfügbarkeit von Sitzplätzen gebunden. Gerade zu Hauptreisezeiten kommt es vor, dass die Busse zu deinem Wunschtermin schon voll sind und so ungewollte Wartezeiten entstehen.
  • Weniger Freiheit: Der Bus transportiert dich lediglich von A nach B. Du kannst nicht unterwegs aussteigen, wenn es landschaftlich besonders schön ist, um ein Foto zu machen.
  • Einige touristisch interessante Orte im Outback oder in Nationalparks werden nicht von den Überlandbussen angefahren. Du müsstest dann eine organisierte Tour buchen, um zu diesen Orten zu gelangen. Das kann mit der Zeit ganz schön ins Geld gehen.
  • Busfahren ist in der Regel teurer als sich die Spritkosten mit anderen Backpackern zu teilen.

Australische Busgesellschaften

Es gibt verschiedene Busgesellschaften Australien, die Überlandfahrten anbieten. Die mit Abstand Größte ist Greyhound. An der Ostküste gibt es außerdem Premier Motor Service und an der Westküste Integrity Coach Lines. Daneben gibt es noch viele kleine Busunternehmen, die ausschließlich in bestimmten Regionen agieren. In Bezug auf Komfort und Sicherheit unterscheiden sich die Unternehmen wenig. Allerdings besitzt Greyhound die mit Abstand größte Busflotte, steuert die meisten Ziele in ganz Australien an und bietet auf den gut frequentierten Strecken meist mehrere Abfahrtmöglichkeiten pro Tag. Gerade wenn du einen flexiblen Buspass kaufen möchtest, solltest du dich also im Zweifelsfall für Greyhound entscheiden. Für einzelne Strecken sind die anderen Busgesellschaften aber genauso empfehlenswert. In entlegeneren Gebieten gibt es manchmal auch nur eine Buslinie, die ein bestimmtes Ziel ansteuert.

Ticketarten

Wenn du in Australien mit dem Bus unterwegs bist, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Ticketarten. Natürlich kannst du einfach ein direktes Ticket kaufen, wenn du nur schnell von einem Ort zum anderen kommen willst. Für die knapp 1.000 Kilometer von Sydney nach Brisbane zahlst du derzeit beispielsweise etwa 105 australische Dollar (Stand März 2015). Wenn du aber öfter mit dem Bus in Australien reisen möchtest, lohnt sich ein flexibler Buspass, da du damit auf die Dauer Geld sparst. Greyhound bietet beispielsweise flexible Strecken- und Kilometerpässe.

Flexibler Kilometerpass

Wie gemacht für Work & Traveller in Australien sind die flexiblen Kilometerpässe. Du kaufst eine bestimmte Anzahl an Kilometern und kannst diese dann in einem bestimmten Zeitraum abfahren. In der Regel sind die Pässe zwölf Monate gültig, was ideal für Work & Traveller ist. Außerdem kannst du in jede beliebige Richtung fahren. Du bist also sowohl in puncto Richtung als auch Strecke vollkommen frei und kannst unterwegs so viele Stopps einlegen, wie du möchtest. Besonders praktisch ist außerdem, dass du ungenutzte Kilometer gegen Hostel-Übernachtungen oder Touren eintauschen kannst. Du solltest dir vorab gut überlegen, für welche Strecken du den Pass nutzen möchtest und die benötigten Kilometer errechnen. Am besten rechnest du am Ende noch mal 500 Kilometer für eventuelle Exkursionen oder Routenänderungen drauf. Es ist nämlich günstiger, gleich die notwendigen Kilometer zu kaufen als später noch mal Kilometer nachzukaufen. Auch wenn du mit diesem Pass bereits ein gültiges Ticket erworben hast, musst du trotzdem für jede Teilstrecke einen Sitzplatz reservieren. Das kannst du ganz einfach online, telefonisch oder auch persönlich in einem Greyhound Office erledigen. Beim Kauf eines Kilometerpasses erhältst du genaue Informationen dazu. Übrigens ist das Ticket günstiger, wenn du es vorab online erwirbst. Beispielsweise kosten 1.000 Kilometer 125 Euro, wenn du sie bereits in Deutschland kaufst. In Australien würden sie dich 137 Euro kosten. Je mehr Kilometer du erwirbst, desto günstiger werden die Kilometer im Schnitt.

Streckenpass / Hop on Hop off-Ticket

Streckenpässe bzw. Hop on Hop off-Tickets lohnen sich für die Work & Traveller, die genau wissen, welche Strecke sie bereisen möchten und dafür ein bestimmtes Zeitfenster zur Verfügung haben. Sie sind günstiger als die Kilometerpässe, was eigentlich der einzige Vorteil der Streckenpässe ist. In puncto Freiheit und Flexibilität stehen sie den Kilometerpässen um einiges nach. Sie sind nur 30 Tage (Short Hop) bzw. 90 Tage gültig (Hop on Hop off), können aber gegen einen Aufpreis von etwa 25 Euro auf sechs Monate verlängert werden. Man muss sich aber von vornherein für eine bestimmte Gültigkeitsdauer entscheiden, da das Ticket später nicht mehr verlängert werden kann. Du kaufst eine bestimmte Strecke, beispielsweise von Sydney nach Cairns, und kannst dann ausschließlich auf dieser Strecke und auch nur in eine Richtung reisen. Wenn du die Reise also in Sydney beginnst, musst du immer Richtung Norden reisen. Dafür kannst du aber die Reise so oft du möchtest unterbrechen und demzufolge eine beliebige Anzahl an Teilstrecken in eine Richtung buchen. Auch bei diesem Ticket musst du trotzdem vorab, einen Sitzplatz reservieren. Sonst läufst du Gefahr, dass der Bus schon voll ist und du nicht mitfahren kannst. In der Hauptsaison solltest du mehrere Tage vor der Abfahrt reservieren. Ein Hop on Hop Off-Ticket von Brisbane nach Cairns kostet beispielsweise ca. 218 Euro. Mit dem Kilometerpass würdest du für diese Strecke etwa 275 Euro zahlen.

Fazit

Überlandbusse in Australien sind ein effizientes, komfortables und sicheres Fortbewegungsmittel. Wer sich kein eigenes Auto kaufen oder mieten möchte, für den sind die Busse das Fortbewegungsmittel der Wahl. Insbesondere die flexiblen Ticketarten sind wie gemacht für Work & Traveller in Australien. Sie bieten die idealen Voraussetzungen, um das Land preiswert zu erkunden und unterwegs viele andere Backpacker zu treffen.

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