Darwin | tropische Hauptstadt des Northern Territory "The Most Different City"

Der Blick auf Darwin vom nahegelegenen Charles Darwin National Park

Darwin – die sympathische Tropenstadt

Den Titel “The Most Different City” trägt die Stadt im äußersten Norden Australiens definitiv nicht zu Unrecht. Die Tropenstadt mit Extremtemperaturen und mitunter endzeitartigen Wirbelstürmen beeindruckt auf vielfältige Weise. Zahlreiche Traveller, die gar nicht viel von der kleinen, unscheinbaren Stadt in Australiens Norden erwarten, verfallen ihrem Charme, den fantastischen Open Air-Märkten und der entspannten Atmosphäre. Mehrmals wurde die Stadt schon zerstört – sowohl bei japanischen Angriffen im Zweiten Weltkrieg sowie durch tropische Wirbelstürme. Als der bislang heftigste Zyklon 1974 durch die Straßen Darwins fegte, wurden 45.000 Bewohner in einer spektakulären Rettungsaktion im letzten Moment mit dem Flugzeug evakuiert. Danach sollte die Stadt aufgrund der etwas ungünstigen Lage mitten im Hauptdurchzugsgebiet tropischer Wirbelstürme nicht wieder aufgebaut werden. Doch die Bewohner kehrten entschlossen nach Darwin zurück und bauten die Stadt an Ort und Stelle wieder auf. Vielleicht erklärt diese Anekdote am besten die sonderbare Magie, die diese Stadt sowohl auf Bewohner als auch Besucher ausübt. 

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Darwin

Trotz der recht überschaubaren Größe und der häufigen Zerstörung bietet die Tropenstadt vergleichsweise viele, abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten.

Mindil Beach Sunset Market

Der Sunset Market am Mindil Beach gehört zu den große Touristenattraktionen in Darwin.

Sonnenuntergang am Mindil Beach während des Sunset Markets

Der Sunset Market am Mindil Beach ist definitiv eines der Highlights in Darwin. Während der Trockenzeit von Ende April bis Ende Oktober findet der Markt jeden Donnerstag und jeden Sonntag statt. Dann pilgern sowohl Einheimische als auch Touristen in Scharen zum Mindil Beach. Hier gibt es internationale Köstlichkeiten aus Thailand, Indien, Bali, Brasilien, zahlreichen europäischen Nationen und vielen weiteren Ländern. Händler bieten an ihren Ständen neben dem köstlichen Street Food auch alternative Kleidung, Schmuck, einzigartiges Kunsthandwerk und Aborigine-Kunst feil. Wer gerade knapp bei Kasse ist, sollte sich diesen fantastischen Markt trotzdem auf keinen Fall entgehen lassen, da es hier um viel mehr als nur Shoppen geht. Es ist ein toller Ort, um Freunde zu treffen, neue Bekanntschaften zu schließen, den zahlreichen Straßenmusikanten zu lauschen und anderen Künstlern zuzuschauen. Tipp für alle Backpacker mit engem Budget: Kurz vor Schluss geht das köstliche Street Food zu deutlich niedrigeren Preisen über die Theke.

Kulturelle Highlights

Auch wenn Darwin natürlich nicht mit den großen australischen Metropolen mithalten kann, kommen auch Kultur- und Geschichtsinteressierte in der Hauptstadt des Northern Territory auf ihre Kosten. Unter anderem im historischen Myilly Point Historic Precinct gibt es zahlreiche Bauten aus den 1930er Jahren, die unter Denkmalschutz stehen. Auch das Government House aus dem Jahr 1877 sowie die 1925 erbaute Lyons Cottage, die außerdem ein Museum beherbergt, lohnen einen Besuch. In der attraktiven Northern Territory Library gibt es kostenlose Touren und freien Internetzugang. Eine gute  Adresse für alle Kultur- und Geschichtsfans ist außerdem das kostenfreie Museum and Art Gallery of the Northern Territory. Dort findet man neben einer Kunstausstellung der australischen Ureinwohner auch eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt und den Folgen des Zyklons Tracy im Jahr 1974. Außerdem kann man regionale Meeresbewohner und andere Tierarten bestaunen. Hauptattraktion ist hier ein fünf Meter langes und etwa 780 Kilogramm schweres Leistenkrokodil namens Sweetheart. Aber keine Sorge, gefährlich kann Sweetheart niemandem werden. Das angriffslustige Krokodil, das in den 70er Jahren zahlreiche Boote attackierte, kann man heute nur noch ausgestopft begutachten.

Darwin City Waterfront Precinct

Darwins Uferviertel ist ebenso eine sehenswerte Ecke. Besucher, die sich für die Geschichte der Stadt interessieren, sollten unbedingt die unterirdischen Öllagertunnel aus dem Zweiten Weltkrieg im Darwin City Waterfront Precinct besuchen. In dem ehemaligen Lagertunnel erzählen heute zahlreiche Fotografien von dem schweren Angriff der Japaner im Zweiten Weltkrieg. Neben dem geschichtsträchtigen Lagertunnel gibt es hier auch eine Salzwasserlagune, in der man sich das ganze Jahr über absolut quallenfrei abkühlen kann. Besonders in der stinger season, der Hochsaison giftiger Quallen, etwa von Oktober bis Mai, sollte man an Darwins Stränden nicht schwimmen. Bei den tropischen Temperaturen kann das mitunter Folter sein, da schafft nur die Waterfront Recreation Lagoon Abhilfe. Seit 2008 bietet das Waterfront Precinct auch ein großes Convention Center mit etwa 1.500 Sitzplätzen. Hier finden zahlreiche Veranstaltungen sowie Ausstellungen statt. Besonders lohnenswert ist die Indo Pacific Marine Exhibiton. In dem begehbaren Aquarium können Besucher die kunterbunte Unterwasserwelt der Region bestaunen. Die Australian Pearling Exhibition erzählt dagegen die teils grausame Geschichte der Perlenindustrie und klärt über den Ablauf der Perlenzucht auf. Besonders interessant ist das vor allem für diejenigen, die von einem gutbezahlten Job auf einer Perlenfarm träumen.

Einkaufen in Darwin

Die sympathische Tropenstadt ist zwar nicht gerade ein Shoppingparadies wie die Metropolen an der Ostküste, trotzdem findet man hier alles, was man braucht. Im Zentrum verführen vor allem die autofreie Smith Street Mall sowie die nahegelegene Mitchell Street mit ihren Seitenstraßen zum Bummeln und Shoppen. Das größte Einkaufszentrum in Darwin ist das Casuarina Shopping Centre, indem wohl jeder fündig wird. Viel entspannter und außerdem charakteristisch für die Stadt sind jedoch Darwins Open Air-Märkte. Diese gibt es aufgrund der heftigen Regengüsse im Sommer allerdings nur während der Trockenzeit, also etwa von April bis Oktober. Der beliebteste und kunterbunteste Markt ist der schon erwähnte Sunset Market am Mindil Beach, der oft das Highlight eines jedes Darwin-Besuchs ist. Weitere Märkte sind beispielsweise der Palmerston & Rural Market, wo in der Trockenzeit jeden Freitag zwischen 17 und 21 Uhr lokale Köstlichkeiten und frische Lebensmittel aus der Region feilgeboten werden, sowie der beliebte Parap Village Market mit asiatischen Spezialitäten und die Nightcliff Markets am Sonntagmorgen in einem Vorort Darwins, der oft auch Livemusik bietet.

Kulinarisches in Darwin

Wer in Darwin als Backpacker lecker essen möchte, geht auf jeden Fall auf einen der zahlreichen Märkte der Stadt, die allesamt köstliches und kostengünstiges Street Food aus aller Welt anbieten. Wer besonders knapp bei Kasse ist, kann auch bis kurz vor Marktschluss warten. Dann gehen die Leckereien oft für die Hälfte des ursprünglichen Preises über die Theke. Wer sich ausgerechnet in der wet season in Darwin aufhält, wenn die meisten Märkte geschlossen sind, sollte am Freitagabend oder Sonntagvormittag ins Rapid Creek Shopping Centre gehen. Dort finden während der Regenzeit die Monsoon Markets statt, welche die Sunset Markets am Mindil Beach etwa von November bis April ersetzen. Die besten Restaurants und Cafés findet man im Zentrum in der Mitchell Street sowie in der verkehrsberuhigten Smith Street Mall. Wer gerade arbeiten war und ein etwas größeres Budget zur Verfügung hat, der kann sich auch an der Stokes Hill Wharf fangfrischen Fisch und Meeresfürchte köstlich zubereiten lassen. Da Darwin mitten in den Tropen liegt, gibt es hier auch zahlreiche exotische Früchte aus der Region zu relativ kleinen Preisen.

Nachtleben in Darwin

Das Sky City Casino gehört zu den beliebtesten Orten um die Nacht zum Tage zu machen.

Sky City Casino

Auch in puncto Nightlife braucht sich die nördlichste Stadt Australiens nicht zu verstecken und wenigstens eine Nacht sollte man zum Feiern schon einplanen. Zum einen ist der Skycity Unterhaltungskomplex mit Casino eine wichtige Anlaufstelle für Nachtschwärmer. Aber auch die Mitchell Street und ihre Seitenstraßen sowie die benachbarte Cavenagh Street in Darwins Zentrum bieten zahlreiche Bars, Pubs und Nachtclubs. Ein toller Tipp für alle Nachtschwärmer ist die Deck Bar in der Mitchell Street, wo du unter freiem Himmel feierst – natürlich nur in der Trockenzeit. Für Bier-Liebhaber gibt es in derselben Straße das Tap on Mitchell. Auch was das Nachtleben betrifft, ist Darwin während der Trockenzeit am spannendsten und abwechslungsreichsten. In der Hochsaison von April bis Oktober gibt es die meisten Konzerte in den Bars und Pubs der Stadt, außerdem stehen DJs aus ganz Australien an den Mischpulten der Clubs. Verschiedene Zeitschriften, die in Bars und Café kostenlos ausliegen, informieren über aktuelle Events, Konzerte und Partys in der Stadt.

Ausflugsziele in der Umgebung

Der Kakadu-Nationalpark gehört zu deb absoluten Highlights in ganz Australien.

Ein Wasserfall im wundervollen Kakadu Nationalpark

Die wichtigsten Ausflugsziele in der Umgebung von Darwin sind der Kakadu und der Litchfield National Park, die auch absolute Australien Highlights und „Must-dos“ sind.

Der etwa 20.000 Quadratkilometer große Kakadu National Park ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und zählt zum UNESCO Weltnaturerbe. In dem 170 Kilometer von Darwin entfernten, weitläufigen Naturpark kann man neben wunderschöner, unberührter Natur auch bis zu sieben Meter lange Leistenkrokodile in ihrer natürlichen Umgebung aus sicherer Entfernung bestaunen.

Viele Einheimischen halten dagegen den kleinere Litchfield National Park für den schöneren Nationalpark, was sich auch an der lokalen Redewendungen „Litchfield-do, Kaka-don’t“ zeigt. Die Vorliebe für den Litchfield Nationalpark rührt sicherlich von den zahlreichen erfrischenden Wasserfällen und quallen- sowie krokodilfreien Badelöchern, in denen man sich endlich ohne Gefahr von den extremen Temperaturen abkühlen kann. Wir finden trotzdem, du solltest „Kaka-DO“ und dir außerdem den Litchfield Nationalpark nicht entgehen lassen. Mindestens zwei Tagestouren gehören somit in Darwin zum absoluten Pflichtprogramm.

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