Was Reisen in Australien kostet So reist du möglichst günstig durch Down Under

Man braucht es nicht schön zu reden: Reisen in Australien ist alles andere als billig. Die recht hohen Lebenshaltungskosten in Down Under wirst du vor allem beim Reisen deutlich zu spüren bekommen. Allerdings gibt es auch für Work and Traveller mit kleinem Budget immer bezahlbare Optionen, auf die man ausweichen kann. In diesem Artikel erfährst du, welche Kosten für Transport, Unterkunft, Touren und Lebensmittel beim Reisen in Down Under auf dich zukommen.

Kosten für das Resien durch Australien

Mit einem kleinen Reisebus durch Western Australia

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Transport

Ein großer Kostenpunkt beim Reisen in Australien sind die Transportmittel. Erfreulich ist, dass die Benzinkosten in Down Under deutlich günstiger sind als bei uns. Dafür sind aber die Distanzen sehr viel größer, weshalb die Ausgaben für den Transport trotzdem ganz schön zu Buche schlagen können. Am günstigsten ist es, wenn du dich mit anderen Backpackern zusammentust und ihr euch die Spritkosten teilt. Welches Transportmittel du letztendlich wählen solltest, hängt aber auch von der Strecke ab. Für die Ostküste eignen sich die praktischen „Hop on Hop off“ Buspässe, die dort von sehr vielen Backpackern genutzt werden. Ein besonderes Erlebnis ist die Outbackdurchquerung mit dem legendären „The Ghan“ Zug von Nord nach Süd oder umgekehrt. Auf der Great Ocean Road solltest du auf jeden Fall einen Roadtrip mit anderen Backpackern machen – egal ob mit dem eigenen Fahrzeug, einem Mietwagen oder als Mitfahrer bei anderen Backpackern.

Reisen mit dem eigenen Auto

Die günstigste Variante ist es in der Regel mit dem eigenen Auto durch Australien zu reisen.

Mit dem eigenen Fahrzeug durch Down Under zu reisen, ist in vielen Fällen die günstigste Option. Zumindest dann, wenn du größtenteils Mitfahrer mitnimmst, keine großen Reparaturen anfallen und du den Wagen am Ende wieder für einen guten Preis verkaufst. Wenn ihr drei bis vier Personen in einem Wagen seid, ist das Reisen mit dem eigenen Fahrzeug schon deutlich günstiger als der Bus oder der Zug. Außerdem kannst du mit dem Auto auch die zahlreichen Campingplätze ansteuern und eine Campingausrüstung mitnehmen. Campen ist in der Regel günstiger als im Hostel zu übernachten. Der Spritpreis in Down Under liegt derzeit bei etwa 1,25 australische Dollar (Mai 2017), das sind rund 0,89 Euro. Diesel ist etwas teurer. Allerdings schwankt der Benzinpreis in Australien stark, sodass der Preis innerhalb weniger Monate schon wieder ganz anders sein kann. Außerdem gibt es in den verschiedenen Regionen teils große Unterschiede beim Spritpreis. In der Regel ist er in abgelegenen Gebieten deutlich höher als in größeren Städten. Ein Trip durchs Outback ist also teurer als die Tour an der Ostküste. Auch im Süden des Landes ist das Benzin in der Regel günstiger als im Norden. Dazu kommt, dass die typischen Backpacker-Autos meist ziemliche Spritfresser sind. Viele Work & Traveller sind in Australien mit einem Ford Falcon Kombi unterwegs, die in den meisten Fällen auch nicht mehr die jüngsten sind. Diese Wagen fressen mindestens 10 Liter auf 100 Kilometer, bei den Campervans sieht es auch nicht viel besser aus. Mit dem derzeit recht niedrigen Spritpreis würdest du also knapp 9 Euro für eine Strecke von 100 Kilometer zahlen. Die stolzen 2.700 Kilometer von Sydney nach Cairns entlang der Ostküste würden folglich etwa 243 Euro kosten. Wenn du dir das zu dritt teilst, sind es gerade mal 81 Euro pro Person. Zu viert wird es zwar noch enger im Auto, dafür aber auch günstiger: Es wären nur noch knapp 61 Euro pro Person fällig. Allerdings darfst du nicht vergessen, dass unterwegs evtl. auch Reparatur- und Instandhaltungskosten für das Auto anfallen.

>> Mit dem Auto durch Australien

>> Auto kaufen in Australien

Zugfahren

Bahnhof in Kuranda

Das Zugfahren lohnt sich in Australien vor allem für Outbackdurchquerungen, da das Streckennetz sonst nicht besonders gut ausgebaut ist. Das Outback mit dem sagenhaften „The Ghan“ von Nord nach Süd zu durchqueren oder mit dem „Indian Pacific“ einmal von der Ostküste an die Westküste zu fahren ist zweifellos ein spektakuläres Erlebnis. Vor allem für Bahnliebhaber ist es ein absolutes Muss tagelang durch die Weiten des roten Hinterlandes zu gleiten. Leider ist so ein Trip nicht ganz billig, was angesichts der enormen Distanzen wenig verwundert. Von Darwin an der Nordküste nach Adelaide im Süden sind es knapp 3.000 Kilometer. Von Sydney am Pazifik bis nach Perth am Indischen Ozean legst du sogar stolze 4.350 Kilometer zurück. Beide Strecken kosten umgerechnet jeweils ca. 500 Euro. (Stand Mai 2017)

Buspässe

Unglaublich praktisch für alle Work & Traveller in Down Under sind die Kilometer- oder auch Streckenpässe für die Greyhound-Busse in Australien. Greyhound ist die größte Busgesellschaft in Down Under mit einem hervorragenden Streckennetz landesweit und zahlreichen Abfahrtszeiten pro Tag. Es gibt Kilometerpässe, bei denen du eine bestimmte Anzahl an Kilometern kaufst. Diese kannst du in einem vorgegebenen Zeitraum abfahren. Die Richtung ist dabei völlig egal, du kannst hin- und herfahren wie du möchtest. Besonders praktisch: Die Greyhound-Kilometerpässe sind in der Regel zwölf Monate gültig, sodass du sie während deines gesamten Work and Travel-Aufenthalts nutzen kannst. Derzeit kosten 1.000 Kilometer umgerechnet etwa 135 Euro, für 5.000 Kilometer zahlst du ca. 562 Euro. Etwas günstiger ist es, wenn du die Pässe schon vorab in Deutschland online kaufst. Du solltest dir genau überlegen, welche Strecken du mit dem Bus zurücklegen möchtest und dann noch mal etwa 500 bis 1.000 Kilometer für evtl. Umwege, Exkursionen etc. draufrechnen. Das ist günstiger als wenn du später noch Kilometer nachkaufst. Ungenutzte Kilometer kannst du außerdem zum Beispiel für Touren oder Hostel-Übernachtungen eintauschen. Ein bisschen günstiger sind die Streckenpässe, bei denen du eine bestimmt Strecke kaufst und dann unterwegs nicht mehr die Richtung ändern kannst. Die Strecke von Sydney nach Cairns kostet umgerechnet ca. 278 Euro, von Cairns nach Alice Springs zahlst du etwa 245 Euro.

>> Bus fahren in Australien

Alles was du über das Open Return Ticket wissen musst

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Unterkunft

Einen weiteren größeren Kostenpunkt macht während deines Australientrips die Unterkunft aus. Was du dafür ausgibst kann sehr unterschiedlich sein und hängt ganz von deinen Ansprüchen ab. Das sind die durchschnittlichen Preise für die typischsten Backpacker-Unterkünfte.

Hostels

Die Preise der Hostels unterscheiden sich untereinander. Wenn du ein bisschen mehr bezahlst, musst du dir dein Zimmer meist mit weniger Leuten teilen und kannst bessere Standards sowie hygienische Bedingungen erwarten. Im Schnitt kostet ein Bett in einem Gemeinschaftszimmer (dorm) in Down Under zwischen 20 und 30 australische Dollar. Hostels in großen Städten und in beliebten Backpacker-Orten sind natürlich teurer als in Kleinstädten und auf dem Land. Auch in der Hochsaison ziehen die Preise für Unterkünfte deutlich an. Besonders spürbar ist das im Dezember, einer der Hauptreisemonate in Down Under. Zu dieser Zeit solltest du das Reisen besser vermeiden und lieber deine Reisekasse mit einem Job auffüllen.

Campingplätze

In der Regel ist es günstiger zu campen als in Hostels zu übernachten. Ein Stellplatz für zwei Personen mit Fahrzeug kostet etwa 20 bis 30 australische Dollar. Noch günstiger sind die Campingplätze in den Nationalparks, da sie staatlich geführt werden. Wenn du mit dem eigenen Fahrzeug und Campingausrüstung unterwegs bist, wirst du sicherlich auch das ein oder andere Mal die Gelegenheit haben, wild zu campen und gar nichts zu bezahlen. Sei aber vorsichtig: In den letzten Jahren gab es vor allem in kleineren Städten im Outback zunehmend nächtliche Überfälle auf schlafende Backpacker in ihren Wagen. Im Zweifel solltest du also besser die Campinggebühr zahlen und kannst dann auch einen ruhigeren Schlaf genießen.

>> Unterkünfte in Australien

Couchsurfing, BeWelcome, Hospitality Club & Co

Eine wunderbare Erfindung für Work & Traveller in Australien und alle anderen Freunde des Langzeitreisens: Über Webseiten wie couchsurfing.org, bewelcome.org oder hospitalityclub.org kannst du völlig kostenlose Unterkünfte bei Einheimischen finden. Im Gegenzug kannst auch du später internationale Traveller bei dir zuhause empfangen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, tief in die australische Kultur einzutauchen und die Menschen und ihren Alltag kennenzulernen. Es ist also möglich, beim Reisen durch Australien die Kosten für die Unterkunft komplett zu sparen. Allerdings kannst du nicht davon ausgehen, dass du in jedem Ort auch einen Gastgeber findest. Außerdem musst du Zeit und Mühe in die Suche eines Hosts investieren. Darüber hinaus solltest du zumindest ein Gastgeschenk mitbringen und deinen Gastgeber vielleicht auch mal als Dankeschön zu einem Essen oder wenigstens auf ein Bier einladen.

Touren / Ausflüge

Tauchen im Great Barrier Reef

Tauchen im Great Barrier Reef

Gleich vorweg: Touren in Australien sind teuer. Neben Unterkunft und Verpflegung verursachen sie so die größten Kosten beim Reisen in Down Under. Wenn du mit einem eher kleinen Budget unterwegs bist, solltest du versuchen, so viel wie möglich auf eigene Faust zu besuchen. Beispielsweise brauchst du keine Tour zum Uluru, da kannst du auch selbst mit dem eigenen Fahrzeug oder dem Bus hinfahren. Anders sieht es allerdings aus, wenn du am Great Barrier Reef schnorcheln, mit Walhaien schwimmen oder zu den Whitsunday Islands segeln willst – Das geht in der Regel nicht ohne Tour. Hier kann es sich lohnen, vorab gründlich die Preise zu vergleichen, um ein günstiges Angebot zu finden. Die Preise unterscheiden sich teilweise stark, allerdings sinkt meist mit dem Preis auch der Komfort. Es ist dann eine Frage der Prioritäten: Bei günstigeren Tour Operatorn musst du in der Regel mit schlechterem Essen und mehr Teilnehmern rechnen. Über die Sicherheit brauchst du dir aber keine Sorgen zu machen, da die Standards in Australien recht hoch sind und die Anbieter regelmäßig kontrolliert werden. Ein zweitägiger Segeltörn zu den Whitsunday Islands mit Verpflegung und Unterkunft auf dem Boot kostet beispielsweise ca. 420 australische Dollar, eine zweitägige Jeep Tour auf Fraser Island mit Unterkunft und Verpflegung um die 325 australische Dollar.

>> Geheimtipps für Australien

Essen

Als Backpacker in Australien in einem Restaurant zu speisen ist wohl in den seltensten Fällen drin und du wirst das vielleicht höchstens mal zu ganz besonderen Anlässen machen. Ein Essen in einem einfachen Restaurant mit einem nicht-alkoholischen Getränk kostet etwa 25 bis 30 Euro pro Person. Frühstück bekommst du ab etwa 15 Euro. Günstiger sind Schnellimbisse oder Street Food. Auch die Lebensmittel in den Supermärkten sind oft teurer als bei uns. Hier ein paar Beispiele:

  • Brot vom Bäcker: ca. 4 Euro
  • Halber Liter Joghurt: ca. 3,50 Euro
  • Ein Kilo Äpfel: ca. 5 Euro
  • Käse: Etwa 4 Euro für 150 Gramm
  • 1l Milch: ca. 1,50 Euro
  • 1 kg Rinderhackfleisch: etwa 10 Euro

Am günstigsten ist es, wenn du dich mit anderen Backpacker zusammentust und ihr gemeinsam kocht. Wenn ihr euch die Zutaten teilt, zahlt der Einzelne deutlich weniger. Im Supermarkt kannst du immer auf die einfachsten Marken zurückgreifen und dabei Geld sparen. Wenn du dich beim Reisen in Australien mit einfachen Supermarktmahlzeiten verpflegst, solltest du etwa zehn bis fünfzehn Euro pro Tag für Lebensmittel einplanen. Natürlich geht es auch günstiger, aber du solltest dich ja auch auf Reisen, oder gerade dann, möglichst ausgewogen ernähren;)

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Fazit

Auch wenn das Reisen in Australien wirklich nicht billig ist, hast du als Work & Traveller viele Möglichkeiten Geld zu sparen, vor allem beim Transport und Unterkunft. Du kannst teilweise sogar kostenlos übernachten und beim Reisen mit anderen Backpackern im eigenen Fahrzeug von den vergleichsweise günstigen Benzinpreisen profitieren. Trotzdem solltest du für Australien mindestens ein Budget von ca. 50 Euro pro Tag bzw. etwa 1.500 Euro pro Monat einplanen. Mit diesem Budget übernachtest du allerdings in den günstigsten Unterkünften und kannst nur wenige Touren machen.

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Programme

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