Arbeiten in Australien Alles was du wissen musst

Gerade wenn es um das Thema Jobben in Australien geht, schwirren den meisten Work and Travellern erstmal zahllose Fragen durch den Kopf. Viele Ängste und Sorgen, die dabei aufkommen, sind aber völlig unbegründet. In Australien gibt es tatsächlich sehr viele Jobs für Backpacker. Damit du aber bestens vorbereitet in eines der spannendsten Jahre deines Lebens startest, beantworten wir in diesem Beitrag die am häufigsten gestellten Fragen rund ums Thema Arbeiten in Australien.

Malte in Australien auf einer Bananenplantage

Welche Jobs kann ich machen?

Grundsätzlich kannst du mit dem Working-Holiday-Visum alle möglichen Jobs ausüben. In der Realität ist die Auswahl für Backpacker aber doch etwas begrenzt. Das liegt vor allem daran, dass Inhaber eines Working-Holiday-Visums nur maximal sechs Monate für den gleichen Arbeitgeber tätig sein dürfen. Deshalb kommen für Work and Traveller eher unqualifizierte Jobs infrage, da diese meist nur eine kurze Einarbeitungszeit benötigen und deshalb ein häufiger Wechsel für den Arbeitgeber keine großen Nachteile hat. In bestimmten Branchen hast du allerdings auch als qualifizierte Kraft gute Chancen. Dazu zählt zum Beispiel die Krankenpflege, weil dort in der Regel händeringend Kräfte gesucht werden. Auch im Bereich Grafikdesign, Programmieren oder bei anderen IT-Jobs klappt es häufig auch für qualifizierte Work and Traveller, da die Arbeit oft projektbezogen und von vornherein nur ein bestimmtes Zeitfenster vorgesehen ist. Bei den meisten Backpacker-Jobs handelt es sich jedoch um unqualifizierte Arbeiten bzw. Aushilfsjobs. Das liegt auch daran, dass sehr viel Work and Traveller direkt nach dem Abi nach Australien gehen und noch keine beruflichen Qualifikationen haben. Aber keine Sorge: Auch ohne besondere Qualifikationen kannst du in Australien gutes Geld verdienen, wenn du ein wenig Zeit und Mühe in die Suche investierst.

Was sind die typischsten Backpacker-Jobs?

Arbeit auf Plantagen und Farmen gibt es sehr häufig für Backpacker

Arbeit auf Plantagen und Farmen gibt es sehr häufig für Backpacker

Der typischste Backpacker-Job in Australien ist weiterhin unübertroffen das Fruitpicking, also die Erntehilfe auf dem Feld. So gut wie jeder Work and Traveller macht das während seiner Reise mindestens einmal. Es ist einfach eine Erfahrung, die zu Work and Travel gehört wie die Kängurus und Koalas nach Australien. Viele Backpacker schätzen, dass man nicht viel Zeit und Mühe in die Suche investieren muss, meist sofort anfangen und auch genauso schnell wieder gehen kann. Einen flexibleren Job gibt es nicht. Man kann ohne Probleme für ein, zwei Wochen irgendwo auftauchen, Geld verdienen und dann wieder gehen.

Auch in den Bereichen Tourismus und Gastronomie werden ständig helfende Hände gesucht und viele Backpacker finden in diesen Branchen schnell einen Job. Besonders praktisch ist, wenn du an abgeschiedenen Orten zum Beispiel im Outback in einem Hotel oder Restaurant arbeitest. Dort wird nämlich meist auch Verpflegung und Unterkunft gestellt und du kannst das Gehalt fast komplett für die nächste Reise sparen. Wenn du in einer großen Stadt arbeitest und für Unterkunft sowie Verpflegung selbst zahlen musst, ist es recht schwer, Geld zu sparen. Dafür kannst du aber eine sicherlich sehr erlebnisreiche Zeit in einer spannenden Metropole wie Sydney oder Melbourne verbringen.

Baustellen sind vor allem bei Backpackern beliebt, die gern körperlich anpacken. Diese Arbeit kann wirklich sehr anstrengend sein, dafür verdient man aber in der Regel gutes Geld und man kann sich locker etwas für die nächste Reise beiseitelegen.

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Lust auf Farmarbeit in Australien?

Rancharbeit in Australien Als Farm & Traveller durchs australische Outback...

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Working Holidays in Form von Rancharbeit Australien: Das klingt wildromantisch und riecht nach Pferd, Staub und Leder. Als Ranchworker hast du die Gelegenheit mitten im Outback auf einer Farm oder Ranch mit anzupacken. Hilf den australischen Cowboys (Jackaroos) und Cowgirls (Jillaroos) Rinder über staubige Ebenen zu treiben und erlebe dein ganz individuelles Australien-Abenteuer. Das Starter […]

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Was muss ich beim Lebenslauf beachten?

Australische Bewerbungen unterscheiden sich ziemlich stark von deutschen Bewerbungen. Bei den meisten Jobs, vor allem wenn es sich um unqualifizierte Tätigkeiten handelt, gibst du in der Regel nur deinen Lebenslauf (englisch: CV oder Resumé) ab. Du brauchst also keine komplette Bewerbungsmappe zusammenzustellen, sondern schenkst deine ganze Aufmerksamkeit besser diesem einen wichtigen Blatt. In deinem Lebenslauf solltest du vor allem deine Berufserfahrung hervorheben und genau beschreiben, welche Tätigkeiten und Verantwortungen du in deinen bisherigen Jobs innehattest. Die Jobs werden chronologisch aufgeführt. Ganz oben steht deine letzte Arbeit, dann folgen die vorherigen Tätigkeiten, wobei du quasi rückwärts in der Zeit gehst. Als letztes führst du demzufolge deinen allersten Job auf. Erst dann beschreibst du kurz deine schulische Ausbildung. In Australien ist es übrigens nicht üblich ein Foto anzuhängen. Also solltest du besser auch darauf verzichten. Was unbedingt in den australischen Lebenslauf gehört sind Referenzen deiner ehemaligen Arbeitgeber. Dazu gibst du einfach nur Namen, Telefonnummer und vielleicht noch eine E-Mail-Adresse von zwei bis drei früheren Chefs an. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass die australischen Arbeitgeber tatsächlich in Deutschland anrufen, gehört das unbedingt mit auf den Lebenslauf. Auch eine australische Adresse und eine australische Handynummer sollten auf dem Lebenslauf nicht fehlen, damit potentielle Arbeitgeber dich einfach und schnell kontaktieren können. An der australischen Adresse sehen sie, dass du schon vor Ort bist und nicht erst anreisen musst. Du solltest außerdem angeben, dass du ein Working-Holiday-Visum besitzt und bis wann dieses noch gültig ist.

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Wie komme ich an Jobs?

Es gibt viele verschiedene Methoden, um in Australien einen Job zu finden. Als erstes solltest du dir bewusst werden, in welchem Bereich du arbeiten möchtest. Denn für die verschiedenen Branchen eignen sich unterschiedliche Methoden der Arbeitssuche. Wenn du zum Beispiel einen Job als Erntehelfer suchst, solltest du vor allem Bescheid wissen, zu welcher Zeit wo geerntet wird. In einem nächsten Schritt findest du heraus, welche Betriebe in der Gegend tätig sind. Dann kannst du dort anrufen oder vorbeifahren, um dich persönlich vorzustellen. Ein anderer Anlaufpunkt sind sogenannte Working Hostels in den entsprechenden Regionen. Working Hostels arbeiten direkt mit Farmern zusammen und vermitteln Jobs an Backpacker. Im Gegenzug übernachtest du in diesen Hostels, während du den Job ausübst. Für Erntehelfer- und Farmjobs gibt es auch spezialisierte, private Job-Agenturen bei denen du dich melden kannst. Die Adressen der Agenturen findest du häufig in Backpacker-Magazinen oder im Internet, indem du nach „job agency“ und dem entsprechenden Ort oder der Region suchst.

Wenn du im Tourismus oder in der Gastronomie arbeiten möchtest, verteilst du am besten deinen Lebenslauf an allen potentiellen Arbeitsstätten. Auch wenn dort gar keine Stellen ausgeschrieben sind, solltest du dich persönlich vorstellen und deinen Lebenslauf bei dem oder der Personalverantwortlichen abgeben. Wenn du in der Stadt unterwegs bist, solltest du außerdem nach „staff wanted“ oder „position available“ Schildern in den Läden Ausschau halten und dir dort besonders Mühe beim Abgeben des Lebenslaufes geben. Außerdem kannst du auch lokale Zeitungen und diverse Internetseiten wie Gumtree nach Jobs durchforsten. In kleineren Orten gibt es auch oft ein sogenanntes „notice-board“, wo Jobs ausgeschrieben werden.

Auf dem Bau brauchst du meistens nur vorbeizugehen und nachfragen, ob sie gerade jemanden brauchen. Besondere Qualifikationen und Berufserfahrung sind nicht nötig, deshalb brauchst du in der Regel auch keinen Lebenslauf. Das gleiche gilt übrigens für Farm- und Erntehelferjobs. Wenn du schon eine Ausbildung hast und eine qualifizierte Arbeit suchst, zum Beispiel im Gesundheitssektor oder in der Werbebranche, kannst du dich an private Jobagenturen wenden, die in deinem Bereich spezialisiert sind. Außerdem kannst du gängige Online-Jobbörsen wie Seek Australia oder CareerOne sowie die Stellanzeigen der Zeitungen nach passenden Ausschreibungen durchsuchen.

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Welche Zertifikate brauche ich?

In Australien gibt es gesetzlich vorgeschriebene Zertifikate, die du unbedingt benötigst, um in bestimmten Branchen arbeiten zu dürfen. Willst du beispielsweise in einem Restaurant, einer Bar oder einem Club arbeiten, wo Alkohol ausgeschenkt wird, dann brauchst du ein sogenanntes RSA-Zertifikat (Responsible Service of Alcohol). Dafür besuchst du ein etwa halbtägiges Training, das ca. 140 australische Dollar kostet. Am Schluss erhältst du ein Zertifikat, das dich dazu berechtigt, in Lokalen, in denen Alkohol ausgeschenkt wird, zu arbeiten. Sollte es in dem Lokal auch Spielautomaten geben, brauchst du noch ein zusätzliches Zertifikat, nämlich das RCG-Zertifikat (Responsible Gambling Service). Auch hier musst du ein halbtägiges Training besuchen, indem du den verantwortungsvollen Umgang mit dem Glücksspiel lernst. Das RCG-Zertifikat kostet derzeit etwa 90 australische Dollar (Stand Januar 2015). Du kannst auch die RSA- und RCG-Zertifikate zusammen zu einem vergünstigten Preis erwerben. Allerdings musst du beachten, dass die Zertifikate nicht in allen australischen Bundesstaaten gelten. Wenn du später in einem anderen Bundesstaat jobben möchtest, brauchst du eventuell ein neues Zertifikat. Mittlerweile gibt es Agenturen, die die Zertifikate über Online-Schulungen zu einem deutlich günstigeren Preis anbieten:

>> Hier günstig Jobzertifikate erwerben

Gesetzlich vorgeschriebene Job-Zertifikate in Australien

Gesetzlich vorgeschriebene Job-Zertifikate in Australien

Für gewisse Jobs brauchst du in Australien gesetzlich vorgeschriebene Zertifikate, um diese ausüben zu dürfen. Das trifft auch auf einige Aushilfsjobs und typische Backpacker-Tätigkeiten zu. In diesem Beitrag liest du alles über die gesetzlich vorgeschriebenen Zertifikate für die wichtigsten Backpacker-Jobs. Du erfährst wann du sie brauchst, was du beim Training lernst und wie du sie […]

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Auf dem Bau brauchst du die sogenannte White Card. Das ist eine Art Sicherheitstraining für alle Baustellenjobs. Du lernst Gefahren zu minimieren und Unfälle auf dem Bau zu vermeiden. Der Kostenpunkt liegt bei etwa 110 australischen Dollar und das Training dauert einen Tag. Die White Card ist für alle Baustellenjobs gesetzlich vorgeschrieben. Für Jobs, bei denen du unmittelbaren Kontakt mit Lebensmitteln hast, brauchst du oft ein Food-Hygiene-Zertifikat. Das ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von vielen Arbeitgebern in diesem Bereich verlangt. Der Kurs dauert vier Stunden und kostet etwa 95 australische Dollar (Stand Januar 2015).

In der Gesundheitsbranche benötigst du neben einer relevanten Ausbildung meist auch ein Gesundheitszeugnis.

Außerdem gibt es jede Menge weitere Job-Vorbereitungskurse, die du in Australien absolvieren kannst. Diese sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, können aber deine Jobchancen erheblich verbessern. Bei einer Probeschicht verhelfen sie dir beispielsweise zu einem professionellen, routinierten und selbstbewussten Auftreten. Es gibt unter anderem Vorbereitungskurse für Kellner, Barista und Barkeeper. Gerade wenn du noch nicht viel Berufserfahrung hast, kann ein solcher Kurs nützlich sein.

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Wie viel Steuern muss ich zahlen?

Wenn du in Australien einen Job annimmst, musst du eine Einkommenssteuer bezahlen. Bevor du überhaupt anfängst zu jobben, solltest du beim australischen Finanzamt eine Steuernummer beantragen. Diese nennt sich in Australien Tax File Number oder kurz TFN. Reicht man innerhalb von 28 Tagen nach Arbeitsbeginn keine TFN beim Arbeitgeber ein, wird man mit dem Höchstsatz von schmerzhaften 49 Prozent besteuert. Als Backpacker zahlst du in der Regel einen höheren Steuersatz als Menschen, die in Australien leben. Dafür hast du aber nach deinem Work and Travel-Aufenthalt die Möglichkeit, die gezahlten Steuern zurückzubekommen. Außerdem gibt es eine Ausnahme, die du evtl. geltend machen kannst. Wenn du mehr als sechs Monate an einem festen Ort in Australien wohnst, giltst du aus steuerlicher Sicht als „resident“ und zahlst den gleichen Steuersatz wie Einheimische. Du musst das bei der Beantragung deiner Steuernummer entsprechend angeben. Als „resident“ sind die ersten 18.000 australischen Dollar pro Jahr steuerfrei, danach zahlst du etwa 19 Prozent Einkommenssteuer. Als „non-resident“ mit Steuernummer zahlst du ab dem ersten Dollar, den du verdienst, ca. 30 Prozent Einkommenssteuer. Du kannst diese Steuern aber wie gesagt zurückbekommen, wenn du das Land verlässt und eine Steuererklärung abgibst. Andere Beiträge für Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung oder Krankenkassenbeiträge werden in Australien nicht von deinem Gehalt abgezogen. Allerdings zahlt dein Arbeitgeber zusätzlich in einen Rententopf ein. Der Betrag entspricht neun Prozent deines Brutto-Lohns. Dieser Prozentsatz wird aber nicht von deinem Gehalt abgezogen, sondern vom Arbeitgeber zusätzlich gezahlt. Das Schöne daran ist: Du kannst diesen Betrag nach deinem Australienaufenthalt zurückverlangen und erhältst somit am Ende neun Prozent von deinem gesamten Gehalt, das du in Down Under verdient hast, ohne dass dir jemals etwas abgezogen wurde.

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>> Steuern in Australien – im Überblick

>> Die australische Steuernummer (TFN)

>> Das australische Steuerformular richtig ausfüllen

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Wie und wo eröffne ich ein Bankkonto?

Als Work and Traveller in Australien brauchst du ein australisches Bankkonto. Warum du eines brauchst, welche Bank die beste für Work and Traveller ist und wie du es ganz einfach von Deutschland aus oder auch vor Ort eröffnest kannst du hier nachlesen.

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>> Konto in Australien eröffnen

Du suchst noch nach einem passenden Programm für Australien?

Programme

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Du planst Work and Travel in Australien, möchtest aber nicht alles selbst planen? Du würdest gerne ein bisschen Planungs-  und Organisationsaufwand abgeben und suchst dafür noch nach einem passenden Programm? Auf dieser Seite findest du eine Übersicht mit allen aktuellen Work & Travel Australien-Programmen von verschiedenen Anbietern: Starter bzw. Landingpackages, Fun Packages, Visaservices etc. Finde […]

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