Work & Travel-Jobs in Australien: Farm-Arbeit im Outback

Work & Traveller sind auf australischen Farmen willkommene Helfer, die gerade in der Hochsaison dringend gebraucht werden. In diesem Beitrag erfährst du, warum es sich lohnt, einen Job auf einer australischen Farm anzunehmen und unter welchen Umständen du es lieber lassen solltest.

Farmarbeit in Australien mit Schafen und Hunden

Farmarbeit in Australien

Eine Farm in Down Under solltest du dir nicht unbedingt als romantischen Bauernhof vorstellen, auch wenn es solche mitunter sicherlich noch gibt. Die meisten Farmen in Australien besitzen allerdings riesige Viehherden und sind hochtechnisiert. In Australien nennt man Farmen mit extensiver Tierhaltung übrigens „station“, beispielsweise „cattle station“ oder „sheep station“. Dort werden häufig gut ausgebildete Kräfte gesucht. Aber keine Sorge: Auch für Work & Traveller mit wenig oder gar keinen Erfahrungen gibt es in diesem Bereich Möglichkeiten. Die Arbeit kann durchaus vielfältiger und abwechslungsreicher sein als beispielsweise auf dem Feld beim Fruitpicking. Mögliche Tätigkeiten und Einsatzbereiche sind:

  • Land für die landwirtschaftliche Nutzung bearbeiten (z.B. Busch entfernen)
  • Arbeiten mit landwirtschaftlichen Maschinen wie Bulldozer, Kettensäge etc.
  • Schafe scheren
  • Pferdepflege
  • Rindertreiben mit Pferden, Motorrädern etc.
  • Kühe melken
  • Bauarbeiten
  • Errichten und reparieren von Zäunen
  • Traktor fahren
  • Haushaltshilfe, Kinderbetreuung & Kinder unterrichten

Voraussetzungen für einen Farm-Job

Du solltest eine gewisse Affinität für ländliche Gebiete und das Arbeiten in der Natur mitbringen. Besonders das australische Outback sollte dich reizen und deine Abenteuerlust wecken.

Erfahrungen in der Landwirtschaft sind ein großes Plus und bei manchen Tätigkeiten zwingend erforderlich. Wenn du zum Beispiel in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen bist und Traktor fahren kannst, hast du schon mal sehr gute Voraussetzungen. Auch Leute, die gut mit Pferden umgehen und reiten können, werden häufig gesucht. Ein Motorradführerschein ist auf großen Farmen von Vorteil. Je nach Tätigkeit können auch Erfahrungen und Kenntnisse in der Konstruktion bzw. auf dem Bau vorteilhaft sein. In vielen Bereichen der Landwirtschaft brauchst du also besondere Kenntnisse und/ oder Erfahrungen. Allerdings gibt es auch einfachere Tätigkeiten, bei denen keine Erfahrungen und besonderen Kenntnisse notwendig sind. Du musst dann aber ggf. mit einer schlechteren Bezahlung rechnen.

Du solltest gut mit Tieren umgehen können und den Kontakt mit ihnen nicht scheuen. Teilweise musst du harte körperliche Arbeit aushalten können. Da die Arbeit meist sehr früh am Morgen beginnt, solltest du nicht unbedingt ein Morgenmuffel sein. Außerdem solltest du sportlich sein, eine schnelle Auffassungsgabe haben und zumindest gutes Englisch sprechen.

Wie du an einen Farm-Job kommst

Es gibt private Job-Agenturen, die sich auf Farm Work spezialisiert haben und Jobs vermitteln. Du solltest vorab klären, ob du eine Vermittlungsgebühr zahlen musst und wie hoch diese ist. Adressen von Job-Agenturen findest du unter anderem in den Backpacker-Magazinen, die in so gut wie jedem Hostel ausliegen, oder im Internet. Außerdem gibt es Fachmagazine für Farmarbeit, in die du auf jeden Fall einen Blick werfen solltest. Auch Hostels mit Job-Desk vermitteln unter anderem Farm-Jobs. In kleineren Orten in ländlichen Gebieten gibt es häufig noch „notice-boards“ (eine Art schwarzes Brett), an denen Farmen aus der Umgebung Stellen ausschreiben. Wenn du ein eigenes Fahrzeug besitzt, kannst du auch die Farmen in der Umgebung abklappern, dich persönlich vorstellen und nach Arbeit fragen. Bei vielen Australiern kommt das gut an, weil man sieht, dass du dich engagierst.

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Job-Kurse für die Farmarbeit in Australien

Wie du siehst werden einige Anforderungen an Farmarbeiter in Australien gestellt. Da ist es gar nicht so einfach als Neuling reinzukommen, auch wenn es natürlich trotzdem nicht unmöglich ist. Wenn du noch gar keine Erfahrungen in diesem Bereich hast, aber unbedingt auf einer Farm im ländlichen Australien arbeiten möchtest, gibt es aber noch weitere Möglichkeiten. In verschiedenen Kursen kannst du dich nämlich für die Farmarbeit ausbilden lassen. Bei diesen Kursen lernst du auf australischen Farmen unter anderem den Umgang mit landwirtschaftlichen Geräten, Farmtechniken, Reiten, mit Rindern und Schafen umgehen, Traktor und Motorrad fahren, Zäune reparieren und vieles mehr. Deine Ausbilder vermitteln dich am Ende des Trainings deinen Fähigkeiten und Talenten entsprechend an australische Farmen.

farmarbeit-mit-schafen

Verdienstmöglichkeiten bei Farm Jobs

Das Gehalt richtet sich natürlich wie in fast allen Bereichen danach, wie qualifiziert du bist. Auf einer Farm in Australien solltest du mindestens 300 australische Dollar pro Woche verdienen, wenn du nur wenige Erfahrungen hast und dir wichtige Kompetenzen wie Reiten, Traktorfahren oder Motorradfahren fehlen. Mit entsprechenden Qualifikationen, Kenntnissen und Erfahrungen sind aber auch 1.000 australische Dollar und mehr pro Woche möglich. Hinzu kommt, dass Unterkunft und Verpflegung auf den Farmen meist frei sind. Schließlich hast du in diesen ländlichen Gebieten oft gar keine Möglichkeit, dich selbst zu versorgen. Da du auch sonst kaum Gelegenheit hast, Geld auszugeben, kannst du fast das gesamte Gehalt sparen. Daher kann sich auch ein Job für 300 Dollar pro Woche schon lohnen.

Vorteile von Farm Work in Australien

Die Arbeit auf einer Outback-Farm bietet viele Vorteile, wie beispielsweise:

Guter Verdienst

Ein klarer Vorteil sind natürlich die schon erwähnten guten Verdienstmöglichkeiten, vor allem wenn du die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen mitbringst. Aber auch als ungelernte und unerfahrene Kraft hast du auf australischen Farmen Chancen, da gerade in der Hochsaison viele Arbeitskräfte gesucht werden. Selbst wenn du dann ein bisschen weniger verdienst, kannst du viel Geld zurücklegen, da du vor Ort kaum Ausgaben hast und auch Kost & Logis oft frei ist.

Das echte Australien kennenlernen

Außerdem lernst du das echte, ursprüngliche Australien fernab der modernen Großstädte kennen. Das Outback prägt den fünften Kontinent wie keine andere Region. Dieses in allen seinen Facetten zu erleben, bedeutet, einen tiefen Blick in die Seele des Landes zu werfen.

Auszeit vom Großstadttrubel und Alltagsstress

Auf einer Farm gönnst du dir eine Auszeit vom Großstadttrubel und der ständigen Erreichbarkeit. Der Internetzugang ist in diesen Gegenden meist sehr begrenzt. Das kann man als Vorteil oder als Nachteil betrachten, auf jeden Fall ist es aber eine Auszeit vom dem manchmal doch ganz schön stressigen Alltag. Wenn du vorher viel im Büro gesessen und in der Stadt gewohnt hast, wirst du die gute Luft, die körperliche Arbeit und das ursprüngliche Leben wahrscheinlich sehr zu schätzen wissen.

Englisch verbessern

Meist bist du in diesen ländlichen Gebieten fast nur von waschechten Aussies umgeben. Du erfährst auf die Weise nicht nur sehr viel über Land und Leute sowie das Leben im ländlichen Australien, sondern verbesserst auch deine Englischkenntnisse enorm. Gerade auf dem Land wirst du mit dem unverfälschten, reinen Aussie-Slang konfrontiert. Das kann am Anfang eine Herausforderung sein, aber gerade wenn du eine Weile im Outback verbringst, wirst du wahrscheinlich als Englisch-Ass mit echtem Aussie-Akzent zurückkehren.

Nachteile der Farmarbeit in Australien

Du solltest dir bewusst sein, dass das Arbeiten auf Farmen gerade in Australien eine echte körperliche Herausforderung sein kann. Einige Tätigkeiten können auch auf die Dauer ziemlich eintönig sein. Du solltest du von Vornherein eine gewisse Abwechslung bei den Tätigkeiten einfordern.

Teilweise viel Erfahrung und Skills erforderlich

Für manche Arbeiten brauchst du außerdem sehr gute Skills. Wenn du zum Beispiel auf einer riesigen Rinderfarm das Vieh eintreiben sollst, musst du extrem gut reiten können. Da reicht es nicht, dass du zuvor in Deutschland ein paar Mal im Sattel gesessen hast. Die Anforderungen sollten also vorab genau geklärt werden und du musst deine Fähigkeiten realistisch einschätzen können.

Abgeschiedenheit und Einsamkeit

Außerdem solltest du nicht unterschätzen, was es bedeutet, in Australiens Hinterland zu leben. Das Outback ist extrem dünn besiedelt. Die nächsten Orte sind teilweise mehrere Stunden mit dem Auto entfernt. Selbst bis zum nächsten Nachbarn muss man manchmal mehrere Kilometer zurücklegen. Mit dieser Abgeschiedenheit und Einsamkeit solltest du umgehen können. Teilweise hast du wirklich nur mit der Familie, die die Farm betreibt, und vielleicht noch ein paar Angestellten Kontakt. Einige Farmen liegen aber auch in der Nähe eines kleinen oder sogar größeren Ortes, wo du ein bisschen Abwechslung findest.

Manchmal gibt es auch noch andere Work & Traveller, die auf der Farm tätig sind. Es ist Geschmackssache, ob das ein Vor- oder Nachteil ist. Auf jeden Fall solltest du vorab klären, ob dir für die Dauer deines Aufenthalts ein Fahrzeug zur Verfügung steht, damit du auch mal selbstständig in den nächsten Ort fahren kannst.

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Generell steht und fällt natürlich alles mit den Leuten, die auf der Farm tätig sind bzw. leben. Mit denen wirst du den größten Teil deiner Zeit auf der Farm verbringen. Beruhigend ist aber, dass du jederzeit deine Sachen packen und weiterreisen kannst, wenn es gar nicht passt.

Fazit

Eine Zeit lang auf einer Farm in Australien zu arbeiten ist ein großes Abenteuer und für viele Work & Traveller eine ganz besonders prägende Erfahrung. Allerdings solltest du dich vorab gut über die Bedingungen und Tätigkeiten auf der Farm informieren. Vor allem mit entsprechenden Erfahrungen und Kenntnissen (z.B. Reiten, Traktorfahren) hast du sehr gute Chancen, einen gutbezahlten Job auf dem Land zu finden. Nebenbei lernst du die Seele Australiens, das Outback, intensiv kennen und trainierst dein Englisch, da du meist nur von waschechten Aussies umgeben bist.

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Kommentare (3)

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  1. walburga engelschalk sagt:

    suche nach kinder- oder tiere betreuungsjobs gegen,
    kost u- verpflegung ( keine bezahlung)
    nord-west australien

  2. Manuela Wittke sagt:

    muss mich kurz mal melden wohne in Deutschland und würde nie auf so einer scheiß Farm arbeiten die Bilder die man sieht sehen alle so toll aus, aber hinter dem Kulissen alles scheiße. die Schafe werden auf einigen farms so gequält da kann man nur kotzt wenn man das sieht alles nur wegen der scheiß wolle es geht alles nur ums Geld. diesen Menschen müsste man die Hände abhacken und jeden Finger einzeln abhacken die müssten genauso leiden wie die Tiere und noch viel mehr die sollten sich was schämen und sowas sind Menschen. aber irgendwann wird sich das rächen. der Tierschutzverein wird sich hoffentlich gründlich drum kümmern. viele grüssez aus Deutschland. dieses scheiß Land kann man nur vergessen

    • Malte Malte sagt:

      Hallo Manuela,

      du hast auf jeden Fall Recht, dass in Australien eine teils grausame Wollindustrie existiert, bei den sehr viele Schafe bis zum Tod gequält werden. Tierschutzorganisationen wie PETA (http://www.peta.de/das-geheime-leben-australischer-schafe#.WDQY_1w0C70) kämpfen gegen diese Industrie und werden dabei auch von vielen, ehemaligen Australien-Reisenden (ich gehöre dazu) mit Geldspenden unterstützt. Ich glaube zu 99,9 % wird es keine Work and Traveller geben, die auf solchen industriellen Farmen arbeiten und den Tieren ein solches Leid antun.
      Denn auf den allermeisten australischen Schaffarmen können die Tiere ein schönes und entspanntes Leben mit viel Auslauf führen. Auf diesen Farmen helfen Backpacker dann auch gerne mit. Es gibt also nicht nur diese „schwarzen Schafe“ down under, ganz im Gegenteil. Und je mehr Backpacker nach Australien reisen und auf artgerechten Farmen mithelfen, desto mehr kann man möglicherweise der industriellen Wollindustrie den garaus machen.

      Viele Grüße
      Malte

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