Work & Travel-Jobs in Australien: Fruit Picking

In diesem Artikel stellen wir dir den mit Abstand weitverbreitetsten Job beim Work & Travel in Australien vor: Fruit picking. Damit ist die Arbeit als Erntehelfer in der Landwirtschaft gemeint. Für manche Work & Traveller ist es der perfekte Job, um schnell an Geld zu kommen und Gleichgesinnte zu treffen. Andere Working Holiday Maker hassen das Fruit picking. Auf jeden Fall sollte jeder es wenigstens einmal ausprobieren, um ein eigenes Urteil fällen zu können!

Fruit Picking in Australien

Vorteile des Fruit pickings

Fruitpicking hat gegenüber anderen Backpacker-Jobs einige klare Vorteile:

Keine Zeit mit der Jobsuche verlieren

Fruit picking-Jobs sind relativ leicht und schnell zu finden. Du verlierst also nicht so viel Zeit mit der Jobsuche. Einen Job suchen kann nämlich manchmal ganz schön viel Aufwand und Zeit bedeuten, die dir niemand bezahlt. Gerade wenn du schnell einen Job brauchst, ist das Fruitpicking immer eine gute Option. Trotzdem solltest du natürlich niemals warten bis der letzte Dollar aufgebraucht ist, bevor du dich auf die Jobsuche machst. Unter Druck einen Job zu suchen ist niemals eine gute Idee, auch beim Fruit picking nicht!

Maximale Flexibilität

Auch praktisch für viele Work & Traveller: Genauso schnell wie du gekommen bist, kannst du auch wieder gehen. Der Arbeitgeber wird zwar nicht immer begeistert sein, aber im Grunde kann es ihm egal sein. Schließlich gibt es beim Fruit picking meist keine lange Einarbeitungszeit. Tatsächlich machen es viele Work & Traveller so, dass sie irgendwo für ein bis zwei Wochen aufkreuzen und dann weiterfahren. Allerdings hängt das natürlich auch ein bisschen davon ab, wie gut du deine Reisekasse auffüllen willst bzw. musst. Je kürzer du irgendwo bleibst, umso schneller musst du dir später wieder einen neuen Job suchen. Trotzdem bietet dir das Fruit picking einfach die maximale Flexibilität!

Soziale Kontakte

Ein weiterer Vorteil ist, dass du mit vielen anderen Work & Travellern zusammenarbeitest. Ihr steckt alle in der gleichen Situation und könnt euch so gegenseitig die Arbeitszeit versüßen. Meist wohnt ihr auch zusammen in den sogenannten Working Hostels, wodurch schon fast eine familiäre Atmosphäre entsteht. Das Fruit picking ist also auch eine Art sozialer Treffpunkt für Backpacker, wo du ganz leicht Reisepartner für die Zeit danach findest, wertvolle Tipps rund ums Backpacking austauschst und Freundschaften fürs Leben schließt.

Frische Luft und Natur pur

Du bist den ganzen Tag draußen an der frischen Luft. Das kann sehr entspannend wirken und eine willkommene Abwechslung sein, wenn du vorher zum Beispiel einen Bürojob hattest oder jahrelang die Schulbank gedrückt hast. Du verbindest dich wieder mit der Natur und lernst es zu schätzen, mit den eigenen Händen zu arbeiten. Wenn du später wieder im Büro vor dem PC sitzt, wirst du vielleicht wehmütig an diese Zeit zurückdenken!

 

Nachteile des Fruit pickings

Natürlich hat die Arbeit als Erntehelfer auch seine Schattenseiten, die man besser schon vorab kennt. Trotzdem kannst du es erst dann wirklich beurteilen, wenn du die Arbeit selbst gemacht hast.

Körperliche Anstrengung

Viele Work & Traveller unterschätzen die körperliche Herausforderung, die mit dem Fruit picking einhergeht und sind dann nach ein paar Tagen fix und fertig. Allerdings gibt es hier auch Unterschiede. Beispielsweise gilt die Arbeit auf Bananen- und Melonenplantagen als verdammt hart. Die Weinlese sowie Apfel- und Kirschernte gelten dagegen als entspannt. Wenn du also schwere körperliche Arbeit nicht gewöhnt bist und dich nicht fit genug fühlst, solltest du dich informieren, welche Erntearbeiten körperlich weniger herausfordernd sind.

Monotonie

Auch wenn du einen Fruit picking-Job ergatterst, der körperlich nicht ganz so anstrengend ist, wirst du trotzdem mit einer Sache zu kämpfen haben: Monotonie. Vielleicht ist das auch das wirklich Anstrengende beim Fruitpicking: Du machst meist den ganzen Tag dasselbe. Das stumpft ab und kann einen wirklich runterziehen. Oft ist es aber auch einfach eine Frage der Einstellung. Wenn du dir klarmachst, dass du die Sache nur für einen sehr begrenzten und überschaubaren Zeitraum machst, wird es schon einfacher. Was es außerdem erleichtert: Du bist nicht allein, sondern arbeitest meist direkt mit anderen zusammen. Meist sind deine Kollegen andere Work & Traveller, mit denen du dich während der Arbeit unterhalten und von paradiesischen Stränden und atemberaubenden Landschaften träumen kannst. Natürlich wirst du auch waschechte Aussies treffen, mit denen du dein Englisch trainieren und mehr über Land und Leute aus erster Hand erfahren kannst.

Extreme Klimabedingungen

Ein weiterer Nachteil können extreme klimatische Bedingungen sein. Beispielsweise kann es passieren, dass du den ganzen Tag lang der Sonne und somit extremer Hitze ausgesetzt bist. Wenn das der Fall ist, solltest du gut überlegen, ob es das Geld wirklich wert ist. Schließlich ist es nicht nur verdammt anstrengend und unangenehm, sondern auch gefährlich. Die Sonne in Australien ist aufgrund der dünnen Ozonschicht extrem intensiv und viele Australier leiden an Hautkrebs. Auch die Gefahr eines Hitzeschlags besteht auf dem Feld. Solltest du also während der Arbeitszeit der Sonne ausgesetzt sein, musst du dich wirklich extrem gut mit Sonnencreme und angemessener Kleidung schützen. Außerdem solltest du sehr viel Wasser trinken, mindestens zwei bis drei Liter pro Tag.

Verdienstmöglichkeiten beim Fruit picking

Das Fruitpicking ist eine Arbeit, für die du weder besondere Qualifikationen noch Erfahrungen brauchst. So ziemlich jeder kann diesen Job machen. Dementsprechend wird er nicht gerade super bezahlt. Du solltest aber bedenken, dass du beim Fruitpicking meist in abgelegenen, ländlichen Gebieten arbeitest. Das heißt, du hast eigentlich relativ wenige Möglichkeiten, dein Geld gleich wieder auszugeben. Das macht es leichter, Geld zu sparen. Auch die Unterkünfte sind günstiger als in der Stadt.

Bezahlung nach gesetzlichem Mindestlohn

Das Einkommen orientiert sich meist am Mindestlohn in Australien. Die gute Nachricht ist aber: Australien hat den höchsten Mindestlohn der Welt. Dieser unterscheidet sich in den verschiedenen Bundesstaaten und liegt durchschnittlich bei umgerechnet etwa 12 Euro pro Stunde (Stand 2014). In Western Australia ist er mit etwa 20 australischen Dollar (ca. 13,70 Euro) pro Stunde am höchsten. Du kannst also in Australien immer noch deutlich mehr verdienen als im sogenannten Niedriglohnsektor in Deutschland.

Ein kleiner Wehmutstropfen ist allerdings, dass dir als Work & Traveller direkt 32,5 Prozent Einkommensteuer von deinem Gehalt abgezogen werden. Allerdings kannst du dir dieses Geld am Ende deines Aufenthalts mit der Steuererklärung zurückholen. Du solltest es also so sehen: Einen Teil deines Gehalts bekommst du direkt ausgezahlt. Den anderen Teil erhältst du am Ende deines Aufenthalts. Das ist auch nicht unbedingt schlecht. So kannst du einen Teil deines hart verdienten Lohns als Startgeld für einen neuen Abschnitt in der Heimat oder wo auch immer nutzen.

Bezahlung pro Ernteeinheit

Übrigens wirst du bei manchen Erntehelfer-Jobs nicht pro Stunde, sondern beispielsweise pro Eimer oder einer anderen Einheit bezahlt. Das kann gut oder schlecht sein. Du musst dann selbst herausfinden, ob sich die Sache für dich lohnt. Du kannst dich auch schon vorab bei anderen Work & Travellern erkundigen, die bereits Erfahrungen auf der Farm gesammelt haben.

Einerseits kann es eine ziemliche Abzocke sein, mit der Arbeitgeber den Mindestlohn umgehen. Besonders tatkräftige und schnelle Work & Traveller erzielen allerdings auf diese Weise auch teilweise deutlich höhere Löhne als bei der Bezahlung nach Stundenlohn. Generell muss aber ein realistisches Pensum vom Arbeitgeber vorgegeben werden. Wenn du zum Beispiel fünf Dollar pro Eimer bekommst, dann sollten drei bis vier Eimer pro Stunde machbar sein. Solltest du mit viel Anstrengung gerade mal auf einen oder zwei Eimer kommen, dann lass die Finger von solchen Angeboten.

Natürlich muss man sich auch erstmal einarbeiten und wird mit der Zeit schneller. Trotzdem merkt man recht schnell, ob die Bezahlung angemessen ist. Auch beim Fruit picking sollte man sich niemals unter Wert verkaufen. Denn von fünf australischen Dollar pro Stunde kann in Down Under niemand leben, geschweige denn Geld für das Reisen zurücklegen.

Fazit

Seitdem es Work & Travel gibt ist Fruit picking der Backpacker-Job schlechthin. Vor allem die Flexibilität und die Möglichkeit, schnell einen Job zu finden, ohne Zeit und Geld mit der Suche zu verschwenden, sprechen für diesen Job. Wenn du körperlich nicht ganz so belastbar bist, solltest du dich vorab informieren, welche Erntetätigkeiten weniger anstrengend sind. Mit der Monotonie wirst du allerdings fast überall konfrontiert. Dagegen helfen nur eine positive Grundeinstellung und die Ablenkung durch nette Kollegen. Du solltest auf eine faire Bezahlung achten, die wenigstens dem australischen Mindestlohn entspricht.

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Kommentare (1)

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  1. Hannes Lügering sagt:

    Hey,
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    We are currently seeking casual, part time or full time employment, able to start working immedia and we are available Monday to Sunday day and night. Our working holiday visum allows us to work up to six month fort he same employer.

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